Salome Goldschmiede | Ketten, Ohrringe und Ringe aus Landshut

Laura, erzähl uns, wie Du den Weg zum Schmuck-Design gefunden hast.

Ich hatte schon immer den Wunsch, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, der mich auch kreativ arbeiten lässt. Die Kombination von filigranem Handwerk und freiem, künstlerischem Gestalten, haben mich neugierig gemacht. Nach meiner Ausbildung als Goldschmiedin (Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Neugablonz) entschied ich mich dazu ein Fundament für meine zukünftig geplante Selbständigkeit zu legen und studierte Betriebswirtschaft. Mein Traum, eigene Schmuckkollektionen zu entwerfen und zu verkaufen, entwuchs aus meinem Job neben dem Studium bei einer Münchner Goldschmiedin.

Welche Geschichte steht hinter Salome? Wie kamst Du auf den Namen?

Salome ist mein zweiter Vorname und darüber hinaus auch derjenige der Protagonistin im gleichnamigen und, wie ich finde, sehr spannenden Theaterstück von Oscar Wilde.

Gibt es einen roten Faden, der sich durch Deine Schmuckstücke zieht?

Die Einfachheit und Klarheit der Formen setzen besondere Steine in den Mittelpunkt. Inspirationen für meine Schmuckstücke sind oftmals antike Fundstücke wie z.B. alte Münzen. Schlichte Eleganz ist mir wichtig.

Wie findest du Ideen für Deinen Schmuck?

Ich arbeite meist eng mit meinen Kunden zusammen und möchte das Schmuckstück dem Träger entsprechend gestalten. Manchmal inspirieren mich die Eigenheiten oder die Beschaffenheit der Steine selbst, die mir Kunden zeigen. Meine Stücke sollen im Idealfall den Charakter des Trägers unterstreichen und eine Brücke zwischen ihm und der Natur der Steine schlagen.

Mit welchen Materialien arbeitest Du am Liebsten?

Ich bin für viele Materialien offen. Es müssen nicht immer Edelsteine oder Perlen sein. Ich habe auch schon viel mit Federn, alten Porzellanscherben, Filz oder Fimo experimentiert.

Worauf legt Du in Deiner Arbeit den meisten Wert?

Mir ist es wichtig, dass man an meinen Schmuckstücken Spuren findet, die einen daran erinnern, dass es handgefertigt ist. Wie in einem selbstgeschmierten Pausenbrot mehr Herzblut steckt als in einem BigMac, so hat auch ein handgefertigtes Schmuckstück eine völlig andere Ausstrahlung und Energie als eine Massenanfertigung. Diese besondere Aura kann einen sehr lange begleiten und wird manchmal sogar über Generationen hinweg weitergegeben. Jedes Teil hat eine besondere Aura und muss zu seinem Träger passen.

Wie gestaltet sich Dein Arbeitsablauf vom Entwurf bis zur Fertigung?

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal kommen Kunden mit Ideen auf mich zu, die ich umsetzen soll oder ich erarbeite gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Design. Der Gestaltungsprozess von meinen Schmuckstücken ist allgegenwärtig und begleitet mich im Alltag: sei es eine Blume mit ihren besonderen Blütenblättern oder bereits existierende Schmuckstücke, die man neu interpretiert.
Für gewöhnlich sprechen mich Leute auf von mir produzierte Schmuckstücke an. Anschließend berate ich sie bezüglich der Gestaltung eines neuen Stückes. Dabei gehen wir auf individuelle Wünsche und Vorstellungen ein bis das Ergebnis perfekt zum Kunden passt.

Warum macht Dir Deine Arbeit Spaß?

Für mich hat sie etwas Archaisches – ein uraltes Bedürfnis der Menschheit sich zu schmücken, einen Talisman mit sich zu tragen oder eine Erinnerung, ein besonderes Erlebnis, einen Lebensabschnitt mit einem Schmuckstück sichtbar zu machen. Die meisten Menschen verbinden mit ihrem Schmuck etwas ganz Besonderes und sie identifizieren sich damit.